Mergentime I & II

Design:

Friedrich Kiesler



Für die Gegenwart entdeckt: Der Mergentime Stuhl von Wittmann

Auf der größten Möbelmesse der Welt, dem Salone del Mobile in Mailand, präsentiert das Traditionsunternehmen den Stuhl „Mergentime“. Eine Wiederentdeckung aus dem Nachlass eines Gestaltungsvisionärs und Kunst-Avantgardisten: Friedrich Kieslers Entwurf entstand in den 1930er Jahren in New York.

Ursprünglich wurden nur acht Exemplare des Stuhls gebaut. Kiesler hatte ihn für die Einrichtung des Apartments einer befreundeten Künstlerin Marguerita Mergentime gestaltet. Im Archiv der Friedrich-Kiesler-Stiftung in Wien, die das Werk und den Nachlass des Gestalters und Theoretikers mit österreichischen Wurzeln pflegt, tauchten im Vorjahr Entwurf-Skizzen auf, wenig später sogar zwei Original-Stühle auf dem New Yorker Kunstmarkt. Gemeinsam mit der Stiftung und einem Privatsponsor konnte sie Wittmann erwerben. So wurden sie zur maßstabsgetreuen Design-Vorlage eines Entwurfs, der 2016 erstmals ins Serie geht.

Und der sich in die Gegenwart und in die Kollektion Wittmanns so selbstverständlich einfügt, als wäre er genau für sie erfunden worden.

Der Stuhl hat Charakter: Er tritt selbstbewusst auf einem 3-beinigen Stahlrohrgestell auf und überzeugt mit überragendem Komfort.

Die Wittmann Möbelwerkstätten haben bereits mehrere Möbel-Entwürfe Friedrich Kieslers neu aufgelegt: die Bed-Couch etwa, die Party-Lounge oder auch den Correalistischen Rocker und das Correalistische Instrument. Möbel, die wie der Mergentime Stuhl ihrer Zeit voraus zu sein schienen, und erst heute Gelegenheit haben, zu echten Klassikern zu werden. Dank ihrer ästhetischen und funktionalen Qualitäten. Aber vor allem auch dank des kulturellen Engagements von Wittmann und der kunsthistorischen Arbeit der Friedrich-Kiesler-Stiftung.